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26/01/2018

GER: Ein Projekt der Herz-Jesu-Priester macht Schule

Seit 1999 unterstützt das Schiller-Gymnasium Offenburg das Engagement der Herz-Jesu-Priester für misshandelte Mädchen auf den Philippinen.

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Seit über 25 Jahren schon unterstützt das Schiller Gymnasium Offenburg das Mädchenheim der Kasanag Daughters Foundation (KDF) auf den Philippinen. Alles begann 1999 mit einem Referendariat von Pater Ernst-Otto Sloot SCJ, der heute im Dehon-Haus Oberhausen wirkt, am Schiller-Gymnasium. Sein Bericht vom Leben junger Mädchen auf den Philippinen, die verschleppt, oft drogenabhängig gemacht und dann in Nachtclubs zur Prostitution gezwungen werden, berührte die Zuhörer.


Eine Herzenssache für die Schülerinnen und Schüler

Viele der Mädchen haben bereits zuvor in den eigenen Familien sexuelle Misshandlungen und Missbrauch erlebt. Für diese Mädchen haben die Herz-Jesu-Priester in Cagayan de Oro City, einer Stadt im Norden der Hauptinsel Mindanao, ein Heim gebaut, um ihnen einen Neustart zu ermöglichen. Die Mädchen werden im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße aufgesammelt und in das Heim gebracht, wo sie professionell medizinisch und psychologisch betreut werden. Die Schilderung des Paters blieb nicht ohne Wirkung. Das SchillerGymnasium beschloss unter Federführung der Fachschaft Religion, das Mädchenheim als soziales Projekt in sein Schulprofil aufzunehmen und durch gezielte Spendenaktionen möglichst regelmäßig zu unterstützen. So werden seitdem immer wieder kleinere und größere Spendenaktionen durchgeführt.


Unterstützung auf verschiedenen Wegen

Ein erster Höhepunkt war dabei ein Sponsorenlauf 2001, bei dem ein fünfstelliger Betrag zusammengelaufen wurde. 2009 wurde dieser „sponsored walk" erneut durchgeführt – mit einem ähnlichen Ergebnis. Bei einem sozialen Arbeitstag 2006 sowie bei der Aktion „Mitmachen Ehrensache" 2015 arbeiteten Schülerinnen und Schüler des Schiller-Gymnasiums einen Tag lang in verschiedenen Betrieben und Einrichtungen, um das erwirtschaftete Geld ebenfalls der Kasanag Daughters Foundation zu spenden. Regelmäßig werden zudem übrig gebliebene Beträge von Klassenfahrten oder Theaterbesuchen an die KDF weitergeleitet. Und immer wieder verkaufen Schulklassen in den Pausen Kuchen, um die eingenommenen Beträge nicht selbst für Ausflüge oder ähnliches zu verwenden, sondern auch an die KDF weiterzuleiten.


Respekt: Allein 2017 kamen fast 1000 Euro an Spenden zusammen

Allein im Jahr 2017 kam so durch eine Spendenaktion des Kernfachs Religion in der Fastenzeit und durch Kuchenverkauf verschiedener Klassen erneut ein Betrag von 900 Euro zusammen. Über die verschiedenen Spendenaktionen hinaus wird aber auch die eingangs geschilderte Problematik der jungen Mädchen in den Philippinen im Religionsunterricht thematisiert. Die Betroffenheit über ihr Schicksal ist jedes Mal sehr groß – genauso groß wie das Bedürfnis, solidarisch zur Seite zu stehen. So ist und bleibt die Unterstützung der Kasanag Daughters Foundation für die Schülerinnen und Schüler und ebenso die Lehrerinnen und Lehrer des Schiller-Gymnasiums eine „Herzenssache" und eine konkrete Möglichkeit, nicht nur über soziale Gerechtigkeit zu reden, sondern sie gemäß dem Dreischritt „Sehen-Urteilen-Handeln" auch in die Tat umzusetzen. Hoffen wir, dass dies auch weiterhin so bleibt!

Stefan Schipperges

Dieser Text erschien in unserem Ordensmagazin „Dein Reich komme" 04/2017